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Juri Artamonov Trio
"Moskauer Fenster" - Namensgeber dieses Swing-Trios ist der aus Moskau stammende Jazzpianist Juri Artamonov. Er studierte bei Evgeny Gretschischev und Igor Brill Jazzpiano, Komposition und Arrangement. Als Pianist in den Bars und Jazzclubs der russischen Hauptstadt sammelte er die Erfahrungen, die ihn nach seiner Übersiedlung in den Westen im Jahre 2000 schnell zu einem gefragten Jazzpianisten werden ließen.
Seine beiden Mitstreiter kennen sich aus gemeinsamen Studientagen in Enschede: Martin Gehrmann aus Osnabrück teilt mit Artamonov die Leidenschaft für Oskar Peterson und schafft für das Spiel des Pianisten ein solides Fundament. Dasselbe gilt für den münsterschen Schlagzeuger Jochen Metze. Er sorgt dafür, dass die swingende Leichtigkeit nie verlorengeht.
In seinem Konzertprogramm „Moskauer Fenster” präsentiert der russische Jazzpianist Juri Artamonov swingende Bearbeitungen von Stücken seiner Heimat. Ausgangsmaterial sind hier aber diesmal nicht die Volkslieder, die man sonst meist mit Russland assoziiert, sondern andere Titel, die gleichwohl jeder von dort kennt. Es sind die Kompositionen aus den alten Musik- und Revuefilmen der sowjetischen Zeit, die seit den den 30er Jahren die Menschen in die Kinos lockte, und die wie im Westen Evergreens hervorbrachten, die zum selbstverständlichem Kulturgut geworden sind. Denn auch der Osten hatte seine Marlene Dietrich und seinen Friedrich Holländer, nur hießen sie dort Ljubow Orlowa und Isaak Dunajewskij.
Juri Artamonov hat das berühmte Material aus diesen Filmen der 30er bis 60er Jahre mitgenommen und für sein Swing-Trio neu arrangiert. Seine phänomenalen technischen Möglichkeiten setzt er dabei immer behutsam und geschmackvoll ein, es gelingt ihm, bei aller aufblitzenden Virtuosität den Swing durchgängig fließen zu lassen, sodaß die Schönheit der ursprünglichen Stücke gewürdigt und erhalten bleibt.
Angereichert wird das Programm durch bekannte andere Jazz-Kompositionen aus sowjetischer Zeit, wie eben auch z.B. den Swing-Schlager „Moskauer Fenster” aus den 50er Jahren, der in der deutschen Version von Lale Andersen gesungen wurde.
Einen schönen Einblick zum Programm erhalten Sie hier und hier.
Juri Artamonov, Piano
Martin Gehrmann, Kontrabass
Jochen Metze, Schlagzeug
