Sonntag, 26. September 2010 19:00 Uhr

Duo Staemmler

Frédéric Chopin hat sich konsequent wie wenige einem einzigen Instrument verschrieben – dem Klavier. Und doch gibt es noch ein Instrument, das ihn zeitlebens interessiert hat – das Cello. Vielleicht haben wir das seiner lebenslangen Künstlerfreundschaft mit Auguste Franchomme, einem der bedeutendsten Cellisten des 19. Jahrhunderts, zu verdanken. Zu Chopins 200. Geburtstag reihen auch wir uns mit diesem Konzert in die Schar der Gratulantinnen und Gratulanten ein und präsentieren ein Programm, das sich um diese Freundschaft, um Chopins Liebe zur Oper, zur Schriftstellerin George Sand und zu Polen dreht – es erklingen Werke wie die glanzvolle Polonaise op. 3, die selten gespielte virtuose Opernparaphrase „Robert le diable“ und seine späte Cellosonate in g-Moll.

Der Pianist Hansjacob Staemmler wurde 1978 in Nordhausen geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er zunächst bei Prof. Linde Grossmann, später studierte er bei Prof. Georg Sava an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Außerdem besuchte er Meisterkurse u. a. bei Daniel Barenboim und Menahem Pressler. Hansjacob Staemmler wurde bei Wettbewerben wie dem Internationalen Bremer Klavierwettbewerb und mit dem Hanns-Eisler-Preis Berlin ausgezeichnet. Vom Deutschen Musikrat wurde er 2005 in die 50. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen. Als Solist und Kammermusiker übt der Pianist eine rege Konzerttätigkeit aus, die ihn zu Konzerten in die Berliner Philharmonie, den Musikverein Wien, die Berliner Staatsoper, die Meistersingerhalle Nürnberg und zu Festivals und Konzerten in verschiedene Länder Europas und Amerikas geführt hat. Rundfunk- und CD-Aufnahmen für verschiedene Labels runden seine Tätigkeit ab. Von 2003 bis 2009 unterrichtete Hansjacob Staemmler an der Universität der Künste Berlin und seit 2009 an der Musikhochschule Freiburg. Hansjacob Staemmler war in der vergangenen Spielzeit bereits mit dem Ensemble Berlin & Hans-Jürgen Schatz in der Friedenskapelle zu Gast.
Peter-Philipp Staemmler wurde 1986 in Mühlhausen/Thüringen geboren. Ersten Cellounterricht erhielt er im Alter von sechs Jahren, seit 2005 studiert er bei Prof. Troels Svane an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Wichtige künstlerische Impulse kamen durch Meisterkurse bei Natalia Gutman und Anner Bylsma hinzu. Peter-Philipp Staemmler erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei Wettbewerben, u. a. den 2. Preis beim Concours de Genève 2008 und zwei Sonderpreise beim Internationalen Cellowettbewerb für Neue Musik Stuttgart 2007. Als Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs 2007 wurde er in die 52. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler aufgenommen. Konzertreisen führten Peter-Philipp Staemmler als Solist zu zahlreichen Orchestern in Deutschland, Polen, Tschechien und der Schweiz, als Kammer- und Orchestermusiker außerdem in fast alle Länder Europas und nach Südamerika. Er trat bei bedeutenden Festivals wie dem Rheingau Musikfestival oder dem Schleswig-Holstein Musik Festival auf. Als Preisträger des 16. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben spielt er ein Instrument von Jean-Baptiste Vuillaume (19. Jh.).

Das Programm

Frédéric Chopin (1810-1849): Introduction et polonaise brillante C-Dur op. 3
Frédéric Chopin: Valse a-Moll op. 34 Nr. 2 (arr. Davidow)
Frédéric Chopin: Nocturne e-Moll op. 72 Nr. 1 (arr. Tanejew)
Frédéric Chopin: Etude d-Moll op. 25 Nr. 7 (arr. Glasunow)
Frédéric Chopin: Etude d-Moll op. 10 Nr. 6 (arr. Glasunow)
Grand Duo concertant sur des thèmes de „Robert le diable“ E-Dur
– Pause –
Frédéric Chopin: Sonate g-Moll op. 65

Preisgruppe C

Tickets online kaufen