Menü
Singer Pur
Jeder kennt die Weihnachtsklassiker, wie „Stille Nacht, Heilige Nacht“ oder „Kommet, ihr Hirten“. Doch die adventliche Dauerbeschallung lässt einen hoffen, die in den Liedern so oft beschworene Stille würde sich auch in den vorweihnachtlichen Kaufhäusern und Märkten einmal einstellen.
Das Vokalensemble „Singer Pur“ hat für diese Art von Überdruss, ein überaus wirksames Gegenmittel parat; das Programm „Drei Schiffe sah ich segeln nach Bethlehem!“ präsentiert 19 Weihnachtslieder garantiert kitschfrei und auf höchstem musikalischem Niveau.
Lametta und falsches Pathos erübrigen sich, wenn das Sextett aus fünf Männerstimmen und einer Sopranistin, die bekannten Melodien anstimmt – voller Klarheit und Transparenz, mit einer seinesgleichen suchenden Innigkeit und Intimität. Vertrautes neu zu hören und Unbekanntes entdecken, das gelang dem mehrfach mit dem ECHO-Klassik Preis ausgezeichneten Ensemble bereits mit seiner Produktion „SOS – Save our Songs“, die sich des deutschen Volksliedgutes annahm. Und auch „Drei Schiffe sah ich segeln nach Bethlehem!“ präsentiert neben Klassikern der Weihnachtslied-Literatur, sowohl das ein oder andere weniger bekannte Lied, als auch behutsame Neuarrangements.
Mit viel Fingerspitzengefühl wurden einige der Lieder von Komponisten wie Reiko Füting oder Peter Wittrich neu belebt und gewissermaßen Singer Pur auf den Leib geschrieben. Besonders verblüffend das vom Ensemblemitglied Markus Schmidl originell bearbeitete „Stille Nacht, heilige Nacht“. Diesen auf dem ganzen Erdball gesungene und in hunderte von Sprachen übersetzte Hit, versah er mit einem fast schon jazzigen Groove, ohne jedoch seinen Gehalt zu beschädigen. Andere Stücke wie etwa „Es ist ein Ros entsprungen“ werden in der klassischen Choralform gesungen, überzeugend in ihrer schlichten Schönheit.
Als besonderes „Schmankel“ und Hommage an die bayerische Herkunft des Ensembles – gründeten Singer Pur doch ehemalige Regensburger Domspatzen – gibt es das weihnachtliche Volkslied „Es wird scho glei dumpa“ als moderne Version und als traditionellen Dreigesang zu hören. „Dumpa“ – das sei allen des Bayerischen nicht Mächtigen gesagt – bedeutet „dunkel“ – das Weihnachtprogramm von Singer Pur „Drei Schiffe sah ich segeln nach Bethlehem!“ dagegen ist vor allem eines: Ein Lichtblick!
Singer Pur
Seit ihrer Gründung 1991 haben sich Singer Pur – in der ursprünglichen Besetzung fünf ehemalige Regensburger Domspatzen und eine Sopranistin – zu einer der herausragendsten A-cappella-Formationen entwickelt und genießen mittlerweile auch von Seiten der Fachpresse das Prädikat des „derzeit führenden deutschsprachigen Vokalensembles“.
1994 gewann das Sextett den 1. Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn, im ein Jahr darauf den „Grand Prix für Vokalmusik“ beim Tampere-Musikfestival in Finnland. Regelmäßige Auftritte in renommierten Konzertreihen und Festivals (u.a. Schleswig-Holstein-Musikfestival, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Rheingau Musikfestival) bestätigen den hervorragenden Ruf des jungen Ensembles.
Konzerttourneen führten das Sextett bereits in über 30 Länder auf allen Kontinenten. Einer breiten
Öffentlichkeit wurde Singer Pur auch durch seine Rundfunk- und Fernsehproduktionen bekannt, u.a. mit einem Auftritt in der ZDF-Fernsehshow „Achtung! Klassik!“.
Regelmäßig erscheinende CDs dokumentieren die breite Vielfalt des Repertoires, das einer Zeitreise durch die Epochen der Musikgeschichte gleicht. Zwei Renaissance-Einspielungen wurden von der französischen Fachzeitschrift „Le Monde de la Musique“ als die beste CD-Produktion des Jahres ausgezeichnet. Den ECHO Klassik erhielt das Ensemble für die CD-Produktion zeitgenössischer Kompositionen, die eigens für Singer Pur entstanden sind (2005), und für die Einspielung mit neu arrangierten deutschen Volksliedern (2007).
Mit dem weltbekannten britischen „Hilliard Ensemble“ verbindet die Gruppe eine enge musikalische und freundschaftliche Zusammenarbeit. Das gemeinsame Projekt „The Hilliard Ensemble meets Singer Pur“ (mit Alter und Neuer Vokalmusik für bis zu zehn Stimmen) erregt beim Konzertpublikum großes Aufsehen.
Singer Pur:
Claudia Reinhard (Sopran),
Klaus Wenk, Markus Zapp, Manuel Warwitz (Tenor),
Reiner Schneider-Waterberg (Bariton),
Marcus Schmidl (Bass)
Das Programm (Ausschnitte):
Orlando di Lasso (1532-1594): Introitus; Puer natus est nobis
Cristóbal de Morales (1512-1553): Veni, Domine, et noli tardare
Johann Eccard (1553-1611): Ich lag in tiefer Todesnacht
Zoltán Kodály (1882-1967): Adventi ének
John Tavener (*1944): The Lamb
Florian Mayr: Christnacht
Andreas Hammerschmidt (1611-1675): Machet die Tore weit
Michael Praetorius (1571-1621): Es ist ein Ros entsprungen
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Hark! The Herald angels sing!
Peter Cornelius (1824-1874): Die Könige
Franz Xaver Gruber (1787-1863): Stille Nacht, heilige Nacht; Drei Schiffe sah ich segeln nach Bethlehem
Preise A
